Erlebnisbericht vom Frauenseminar in Bad Kreuznach

Frauenseminar 2025

Anreise von der Kaiseslauterergruppe

Am frühen Freitagmorgen machten sich Steffi, Sabine und ich – Christina – voller Vorfreude gemeinsam auf den Weg von Landstuhl nach Bad Kreuznach, um am mit Spannung erwarteten Frauenseminar teilzunehmen. Bereits beim Einsteigen ins Auto lag eine gespannte, fröhliche Aufregung in der Luft. Der Tag war sonnig und klar, was unsere gute Laune noch zusätzlich beflügelte. Auch wenn uns auf der Strecke zahlreiche Baustellen begegneten, die die Anreise etwas in die Länge zogen, tat das unserer Stimmung keinen Abbruch – im Gegenteil: Wir nutzten die Fahrtzeit zum Plaudern, Lachen und Vorfreude teilen. Es war ein schöner gemeinsamer Auftakt.

Ankunft im Hotel und herzliche Begrüßung

Trotz der Verzögerung trafen wir genau rechtzeitig im Hotel ein – und zu unserer großen Erleichterung fanden wir sogar noch einen Parkplatz direkt vor der Tür. Das war ein Glücksgriff, der uns sofort das Gefühl gab, dass das Wochenende unter einem guten Stern stand. Beim Betreten des Hotelfoyers waren bereits die meisten Teilnehmerinnen angekommen. Wir wurden mit offenen Armen empfangen – herzliche Umarmungen, fröhliche Begrüßungen und ein liebevoll gestaltetes Willkommen machten sofort deutlich, wie wertschätzend und warm der Umgang in dieser Gruppe sein würde. Die erste Vorstellungsrunde war voller Offenheit und Lächeln – eine Atmosphäre, in der man sich sofort wohlfühlen konnte.

Nach dem ersten Austausch erhielten wir unsere Zimmerschlüssel und verteilten uns auf die verschiedenen Etagen. Wir nutzten die Zeit, um uns frisch zu machen und trafen uns dann auf der Terrasse des Hotels, wo schon ein freundlicher Kellner auf uns wartete. Mit viel Charme nahm er unsere Bestellung auf – sein heiteres Wesen passte wunderbar zum sonnigen Nachmittag.

Ein gelungener Einstieg

Mit einem kühlen Getränk in der Hand, umgeben von gut gelaunten Frauen, begannen wir, ganz in das Wochenende hineinzufinden. Die Gespräche waren leicht und voller Vorfreude. Die Sonne schien warm auf unsere Gesichter und der Blick ins Grüne ließ den Alltag schon jetzt in weite Ferne rücken.

Zum Abendessen wurden wir mit einem reichhaltigen Buffet verwöhnt. Gut gesättigt und voller Energie machten wir uns anschließend auf den Weg zur Stadtführung.

Stadtführung mit „Schambes“

An der historischen Brücke über den Fluss trafen wir unseren Stadtführer Uwe, liebevoll „Schambes“ genannt. Schon nach den ersten Minuten war klar: Das wird kein trockener Rundgang. Mit viel Humor, spannenden Geschichten und kleinen Anekdoten führte er uns durch die Gassen der Altstadt und gab uns Einblicke in die bewegte Geschichte von Bad Kreuznach. Die Mischung aus Information und Witz war perfekt – wir lernten viel und hatten gleichzeitig jede Menge Spaß. Zum Abschluss versammelten wir uns auf dem Marktplatz, wo uns die Organisatorin mit einem besonderen Getränk überraschte: Rum mit Himbeere – ein süßer, fruchtiger Abschluss eines wundervollen Abends.

Wer wollte, schloss sich noch einem kleinen Spaziergang zur Bar an. Leider wurden wir dort gegen 23:00 Uhr recht unverblümt zum Gehen aufgefordert – ein kleiner Wermutstropfen, den wir mit einem Augenzwinkern nahmen. Insgesamt war es ein gelungener, heiterer erster Tag mit perfekten äußeren Bedingungen und einer spürbaren Harmonie unter den Teilnehmerinnen.

Ein neuer Tag beginnt

Nach einer ruhigen Nacht starteten wir am Samstag mit einem wunderbaren Frühstück. Die Auswahl war reichlich, die Qualität hervorragend. Besonders erfreulich: Auch individuelle Wünsche wurden berücksichtigt – so konnte ich mich über frische, glutenfreie Brötchen freuen. Lachs, Rührei, knuspriger Bacon und frische Ananas rundeten das Frühstück zu einem wahren Genuss ab.

Frisch gestärkt machten wir uns gemeinsam auf den Weg zur Klinik. Schon am Empfang wurden wir freundlich begrüßt. Ein eigener Seminarraum mit Kaffee, Wasser und Säften stand für uns bereit – ein schöner Rahmen für das, was folgte.

Einblick in die Klinik und wertvolle Impulse

Bei einem geführten Rundgang lernten wir die Einrichtung kennen: Die moderne Kantine, in der man auch selbst kochen kann, das gut ausgestattete Fitnessstudio, der Gymnastikraum und nicht zuletzt die beeindruckende Kältekammer. Diese besteht aus zwei Kühlräumen, in denen unter fachlicher Aufsicht Behandlungen zur Linderung von Entzündungen und Stärkung des Immunsystems durchgeführt werden. Besonders spannend war auch die Rapstherapie – eine sanfte, effektive Methode zur Stimulation der Nerven in den Händen.

Neben den medizinischen und therapeutischen Bereichen durften wir auch einen Blick in die Unterkünfte und Gemeinschaftsräume werfen. Der ganzheitliche Ansatz, der ärztliche, physiotherapeutische und mentale Betreuung verbindet, hat uns alle nachhaltig beeindruckt.

Zurück im Seminarraum erwartete uns eine sehr informative Ernährungsberatung. Die Referentin vermittelte auf verständliche und motivierende Weise, wie gesunde, vor allem entzündungshemmende Ernährung im Alltag umgesetzt werden kann. Viele Tipps und praktische Hinweise wurden durch ausgeteiltes Infomaterial ergänzt – eine tolle Hilfe für zuhause.

Bewegung an der frischen Luft und eine Prise Tanz

Nach einer kurzen Pause trafen wir uns draußen auf der Wiese zu einer Bewegungseinheit unter Anleitung einer Physiotherapeutin. Mit viel Energie, Humor und Einfühlungsvermögen leitete sie uns durch verschiedene Übungen. Später verlagerten wir das Training zu den Salinen, wo wir, umgeben von salzhaltiger Luft, Atmungsübungen machten und die Einheit mit einer kleinen Tanzeinlage abschlossen. Es war ein Moment voller Lebensfreude, Leichtigkeit und Gemeinschaft.

Fragerunde, Abschied aus der Klinik & Bogenschießen

Nach dem sportlichen Teil trafen wir uns erneut in unserem Besprechungsraum zur Fragerunde. Jede von uns hatte die Möglichkeit, Gedanken, Eindrücke und Fragen zu äußern. Es entstand ein sehr lebendiger und offener Austausch, der noch einmal verdeutlichte, wie viel jede Einzelne aus den verschiedenen Programmpunkten mitgenommen hatte. Die Referentinnen gingen auf alle Anliegen geduldig und herzlich ein – es war ein schöner Abschluss unseres Besuchs in der Klinik.

Zurück am Hotel holten wir unsere liebevoll gepackten Lunchpakete ab. In Fahrgemeinschaften fuhren wir zum nahegelegenen Park, wo das nächste Highlight auf uns wartete: das Bogenschießen. Bevor es losging, machten wir im Grünen erst einmal ein entspanntes Picknick. Die Essenspakete waren reichhaltig bestückt – belegte Brötchen, Obst, ein frischer Fruchtsalat und kleine Snacks. Es war alles mit Liebe vorbereitet worden.

Pünktlich zum Start des Nachmittagsprogramms wurden wir von einem freundlichen Trainer empfangen. Mit Geduld und Begeisterung erklärte er uns die Grundlagen des intuitiven Bogenschießens. In zwei Gruppen aufgeteilt, begannen wir mit Trockenübungen und bekamen viel Unterstützung, bis jede von uns das richtige Gefühl für Bogen, Körperhaltung und Atmung gefunden hatte. Es war faszinierend zu spüren, wie sehr Ruhe, Konzentration und innere Ausgeglichenheit den Schuss beeinflussen.

Nach etwa 45 Minuten wechselten die Gruppen. Während die einen weiter Pfeile fliegen ließen, probierten die anderen das Speerwerfen und Blasrohrschießen aus. Auch wenn das ebenfalls spannend war, waren sich viele einig: Das Bogenschießen war das eigentliche Highlight – meditativ, kraftvoll und gleichzeitig entspannend. Um 16:30 Uhr verabschiedeten wir uns herzlich von den Trainern und machten uns wieder auf den Weg ins Hotel.

Erfrischung, Abendessen & geselliger Ausklang

Nach etwas Freizeit am frühen Abend – einige von uns nutzten die Gelegenheit zum Wassertreten im Kneippbecken, das mit seiner eiskalten Temperatur nach der heißen Sonne eine echte Wohltat war – trafen wir uns zum Abendessen.

Wieder erwartete uns ein wunderbares Buffet mit vielfältigen, warmen Speisen. Anschließend machten wir uns auf den Weg zum Italiener, einem hübschen Restaurant direkt am Fluss. Die Stimmung war ausgelassen und vertraut. Wir unterhielten uns, lachten viel und genossen einander spürbar. Einige gönnten sich ein Dessert, andere einen leckeren Cocktail oder ein Glas Wein. Es war einer dieser Abende, an denen man gar nicht möchte, dass er endet.

Als das Restaurant gegen 22:00 Uhr schloss, hatten einige von uns noch keine Lust, den Tag zu beenden. Also deckten wir uns mit Getränken ein und ließen den Abend gemeinsam in der Hotellobby ausklingen. Dort saßen wir noch bis Mitternacht zusammen – in entspannter Atmosphäre und mit schönen Gesprächen, die uns einander noch näherbrachten.

Ein ruhiger Sonntag voller Entspannung

Am Sonntagmorgen ließen wir den Tag ein wenig entspannter angehen. Beim Frühstück – wie gewohnt abwechslungsreich und mit allem, was das Herz begehrt – spürte man die wohltuende Wirkung der letzten Tage. Nach dem Frühstück machten wir einen kleinen Spaziergang durch den Park in Richtung Salzgrotte. Die Luft war frisch, die Stimmung ruhig und erwartungsvoll.

In der Salzgrotte angekommen – Teil einer hübschen kleinen Wellnessanlage – teilten wir uns wieder in zwei Gruppen. Jede Gruppe wurde von einer sehr sympathischen Mentorin betreut, deren ruhige Stimme uns direkt in einen Zustand der Entspannung versetzte. Auf bequemen Liegen, umgeben von warmem Licht und salzhaltiger Luft, ließen wir uns auf eine geführte Meditationsreise ein. Für viele war es ein zutiefst wohltuender Moment der inneren Einkehr. Einige sind sogar kurz eingenickt – was nur zeigt, wie entspannend die Atmosphäre war.

Ein letztes gemeinsames Essen & herzlicher Abschied

Nach diesem schönen Erlebnis erkundeten wir noch einmal die Neustadt von Bad Kreuznach, gönnten uns ein leckeres Eis und führten tiefgründige, ruhige Gespräche. Beim gemeinsamen Mittagessen schwang schon ein wenig Abschiedsschmerz mit. Es war der letzte gemeinsame Programmpunkt.

Der Abschied fiel vielen schwer. So viel Herzlichkeit, Offenheit und ehrliches Miteinander hatten wir an diesem Wochenende erlebt – das schweißt zusammen. Niemand hatte wirklich Lust, nach Hause zu fahren. Doch nach herzlichen Umarmungen und vielen „Bis bald“-Wünschen stiegen wir schließlich in unsere Autos und machten uns auf den Rückweg. Die Fahrt durch die sommerliche Landschaft war ruhig und von Dankbarkeit erfüllt.

Fazit

Dieses Frauenseminar war mehr als nur ein Wochenende. Es war eine wohltuende Auszeit vom Alltag, eine Reise zu sich selbst und zu anderen. Es war geprägt von echter Gemeinschaft, Herzlichkeit, Freude, Lachen, tiefen Gesprächen, neuen Impulsen und Momenten der Ruhe. Jeder einzelne Programmpunkt war mit Sorgfalt geplant – und die Atmosphäre, die entstand, war geprägt von Respekt, Offenheit und gegenseitigem Vertrauen.

Wir sind mit offenen Armen empfangen worden – und fahren mit offenen Herzen nach Hause.

Wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen beim nächsten Frauenseminar!

Verfasserin: Christina Ullrich, SHG Kaiserslautern